1859 – 1881
1859 – 1881
Am 2. Dezember 1859 kommt Paul Galli in Königsberg auf die Welt. Im Hause nebenan, vermutlich im Uhrengeschäft Louis Futter, erlernte Paul Galli das Uhrmacherhandwerk. Die Lehrzeit, während derer er sämtliche öffentlichen Uhren, darunter auch die Turmuhr der Maienkirche, aufziehen musste, dauerte von 1874 bis 1877. Nach der Schulzeit begannen die Wanderjahre des jungen Uhrmachers. Wie in dieser Zeit noch üblich, wurden die Reisen zu Fuss gemacht. Wenn das Geld ausging, wurde eine Stelle als Uhrmacher an irgendeinem Ort an der Reisestrecke angenommen. War wieder etwas Geld vorhanden, zog man, meist in Gesellschaft von anderen Handwerksburschen, weiter. Bei jeder Arbeitsstelle wurde das Zeugnis vom jeweiligen Bürgermeister persönlich unterschrieben. Die Reise ging kreuz und quer durch Deutschland, vorerst ans Meer und hinüber nach Nordamerika. Die Überfahrt verdiente sich Paul Galli als Kohleschipper. Nach einem Aufenthalt in Pittsburg kehrte er auf gleiche Weise wieder nach Europa zurück. Über Köln und Heidelberg ging es Rheinaufwärts bis nach Basel. Nach Genf, Norditalien nach Chur und einigen Orten in Graubünden. Zurück in Deutschland arbeitete Paul in München und Altomünster. In derselben Zeit wurde er für den Militärdienst wegen schlechten Augen als untauglich befunden. Die Reise ging weiter zurück in die Schweiz und nach Wetzikon nach Zürich, wo er als Uhrmachergehilfe bei J. Siegfried und später bei der Firma Lansel arbeitete. Gewohnt hat er zu dieser Zeit am Rindermarkt.