1983 – heute
1983 – heute
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Am 1. Juli 1983 trat der älteste Sohn von Nelly und Bruno Galli, Mario Galli, im Alter von 24 Jahren ins Geschäft ein und unterstützte seine Mutter tatkräftig im Tagesgeschäft. Für Mario Galli war schon immer klar, dass er einmal das Geschäft übernehmen möchte. Sein Vater empfahl ihm schon in jungen Jahren, keine Uhrmacherlehre sondern eine kaufmännische Ausbildung zu machen, denn er selber sei den ganzen Tag nur im Büro und hätte kaum Zeit seine Uhrmacher-Kenntnisse im Tagesgeschäft anzuwenden. So die Worte seines Vaters. Nach der kaufmännischen Ausbildung verbrachte Mario Galli einige Zeit in der Bankbranche und im Treuhand bis seine Mutter Nelly Galli ihn um sein Interesse um die Fortführung der Galli Uhren Bijouterie anfragte. Für ihn war es etwas überraschend, doch für Nelly Galli war klar, dass sie sich gelegentlich aus der Firma zurückziehen wollte. Der Entscheid fiel rasch. Nach einem Praktikum in der Uhrenbranche bei „Les Ambassadeurs“, der Umschulung am CFH in Lausanne folgte der Direkteinstieg in die Firma Galli. Nach der Uhrenkrise konnte mit der Innovationskraft der nunmehr 4. Generation einiges modernisiert und verändert werden. Das Geschäft wurde umgebaut und die Werkstatt mit den Uhrmachern im 1. Stock wurde ins Erdgeschoss verlegt. Nach 3 ½ jähriger Zusammenarbeit zwischen Mutter und Sohn konnte die Firma stolz an die neue Generation übergeben werden. In den folgenden Jahren konnte Mario stets das Fachwissen seiner Mutter zählen und war besonders in der Weihnachtszeit auf ihre Hilfe angewiesen. Die Konjunktur kam wieder voll auf Touren, die Umsätze stiegen und so konnte nicht nur die Firma sondern auch noch an anstehenden Umbau im Jahre 1989 finanziert werden. 1987 wagte die Firma Galli den Schritt in die EDV. Diese verwendete Software war revolutionär und wurde ursprünglich für den Eisenwarenhandel geschrieben, doch war es die einzige Möglichkeit direkt an der Verkaufskasse Buchungen durchzuführen. Alles funktionierte einwandfrei, nur der Aufwand für die Umschulung des Personals ins Digitalzeitalter hat Mario Galli unterschätzt.
Die Uhr wurde zum Modeaccessoire. Swatch, Tissot und viele andere Marken belebten die Uhrenindustrie nachhaltig mit revolutionärer Technik und Design. Durch die Eröffnung des Bahnhof Stadelhofen stieg die Anzahl der vorbeigehenden Passanten signifikant an. Die neue S-Bahnstation brachte 30% mehr Frequenz ins Geschäft und verhalf dem Gebiet Bellevue-Stadelhofen zu einer neuen Blütezeit. Durch den Zuzug von Globus, Orell Füssli und vielen weiteren grossen Firmen wurde das ganze Gebiet attraktiver was auch die Mieten in die Höhe schnellen liess. Zum Glück ist Galli seit Generationen in der eigenen Liegenschaft welche vom Firmengründer von Generation zu Generation weitergeben wurde. Auch Mario Galli konnte am 1. Juli 2012 die Chance wahrnehmen den Galli Teil der Liegenschaft zu übernehmen um das Fortbestehen für die kommenden Generationen zu sichern.
Die Geschichte von Galli lebt weiter und durch die drei Söhne von Mario Galli ist die fünfte Generation bereit um die nunmehr über 125 Jahre alte Familienunternehmung weiterzuführen.